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Omas Rezept veganisiert | Wäffelcher

In meiner Familie waren Wäffelcher sehr beliebt. Es gab sie bei jedem Familientreffen zu Kaffee und Kuchen und meine Oma hatte sogar eine riesige Tupperwarendose in welcher immer Wäffelcher waren. Das ganze Jahr über. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie lange sie am Waffeleisen saß um die Dose mit gefühlten 150 Wäffelcher zu füllen.

Als ich dann vegan wurde, aß ich keine mehr, denn das Original-Rezept ist alles andere wie vegan. Und dennoch hatte ich die Wäffelcher immer im Hinterkopf als etwas, was ich unbedingt veganisieren wollte, obwohl ich keine Ahnung hatte wie ich 6 Eier auf 250g Mehl ersetzen wollte. Die Lösung? Gar nicht! Klappt auch ohne. Gesund wird das Rezept dadurch aber leider immer noch nicht. ;)

Für Wäffelcher braucht man übrigens ein spezielles Waffeleisen, damit sie dünn und knusprig werden und haben ein spezielles Muster. Während man mittlerweile in den Läden oft nicht fündig wird, hilft einem das Internet* weiter.


Für 20-25 Wäffelcher:


250g Margarine
250g Zucker
1 Prise gemahlene Vanille (alternativ ein Päckchen Vanillezucker)
250-300g Mehl (siehe Tipp)
25g Speisestärke
150g Sojamilch

Die Margarine schmelzen und in eine Rührschüssel geben. Den Zucker mit der Vanille dazugeben und cremig rühren, bis der Zucker geschmolzen ist. Die Milch unterrühren. Das Mehl und die Stärke dazusieben und unterrühren bis keine Klumpen mehr da sind. Den Teig etwa 15 Minuten ruhen lassen.

Das Waffeleisen vorheizen und je nach Gerät vor der ersten Waffel einfetten. Die Hitzestufe hängt sehr vom Gerät ab. Prinzipiell nimmt man niedrige Mittelhitze, was beim Eisen von meiner Schwester zutrifft, bei dem Eisen von meiner Oma arbeite ich aber sogar auf kleinster Stufe. Da man die erste Waffel eh meistens wegschmeißen muss (wird bei mir immer dunkelbraun), hier kann man sich dann für die Temperatur orientieren.

Jeweils 1 gehäuften Esslöffel Teig in die Mitte des Eisens geben, den Deckel schließen (nicht zudrücken!) und warten bis die Wäffelchen die richtige Bräune erreicht hat. Dies dauert je nach Eisen etwa 1-3 Minuten, besonders zu Beginn sollte man das Eisen aber nicht zu früh öffnen, sonst reißt die Wäffelchen auseinander.

Sobald man die Wäffelchen aus dem Eisen nimmt, muss sie sofort aufgerollt werden. Hier kann man dafür gemachte Stäbe verwenden oder die Finger (Achtung - sehr heiß!). Wenn man sie nicht sofort aufrollt, werden sie brüchig.
Ich habe dafür einfach Küchenpapier neben dem Eisen liegen, auf welcher ich die Wäffelchen rolle. Dann lasse ich sie ein paar Sekunden aufgerollt dort liegen (während ich den nächsten Teig ins Eisen fülle) und lege sie dann zum kompletten Auskühlen auf Kuchengitter.

So verfahren, bis der ganze Teig aufgebraucht ist. Die ausgekühlten Wäffelcher kann man in einer luftdichten Dose ein paar Wochen aufbewahren (so hat es meine Oma immer gemacht), bei uns werden sie jedoch nie so alt. :)


Tipp:

Wenn ihr ein Wäffelcher-Eisen habt, das sehr dünne Wäffelcher macht oder das einen sehr schweren Deckel hat, muss der Teig etwas steifer sein, damit die Wäffelcher keine Löcher bekommt. Ob der Teig fest genug ist, merkt ihr bereits an der ersten Wäffelchen.

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Stachelbeer-Muffins mit weißer Schokolade

Als Kind habe ich Stachelbeeren gerne einfach so vom Strauch genascht in den Gärten von Familie und Bekannten. Als Erwachsene habe ich mich nie weiter mit ihnen beschäftigt, denn pur mag ich sie mittlerweile nicht mehr so gerne und außer Marmelade kannte ich sonst keine Zubereitungsart. 

Dieses Jahr bin ich im Supermarkt so oft an Stachelbeeren vorbei gelaufen, dass ich schlussendlich welche gekauft habe, ohne vorher zu wissen, was ich mit ihnen machen wollte. Im Endeffekt habe ich sie, inspiriert durch diverse unvegane Rezepte online, zu leckeren Muffins verarbeitet.

Die Stachelbeeren geben den Muffins eine saure Note, die durch die weiße Schoki etwas ausgeglichen wird und durch den Joghurt werden die Muffins schön saftig, so wie Muffins sein sollen.


Für 12-14 Muffins:


100g vegane Butter
150g Zucker
150ml pflanzliche Milch
150g pflanzlicher Joghurt
250g Mehl
3 gestr. TL Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz

250g Stachelbeeren
80g weiße Schokolade (z.B. iChoc White Vanilla)

Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Stachelbeeren waschen und den Stiel und das "Schwänzchen" entfernen. Die Schokolade grob hacken.

Die Butter und den Zucker in einer grossen Schlüssel mit dem Handmixer vermischen. Die trockenen Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen und zu der Buttermischung geben. Milch und Joghurt ebenfalls dazugeben und alles zu einem homogenen Teig verrühren.
Die Stachelbeeren und die gehackte Schokolade unter den Teig heben.
Den Teig auf Muffinförmchen aufteilen und 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und nach Belieben dekorieren (z.B. mit geschmolzener Schoki).


Tipp:


Die Stachelbeeren platzen in Backofen und ihr Saft läuft gerne aus der Muffinförmchen aus. Deshalb empfehle ich euch Silikonformen zu nehmen, falls ihr welche habt oder auf jeden Fall dickere Papierförmchen (gerne auch 2 Stück ineinander). Bei dünnen Papierförmchen werden die Muffins sonst leider eine eher klebrige Angelegenheit, wie ich bei meinem ersten Versuch erleben musste. ;)

Sommerlicher Smoothie mit Wassermelone

Wassermelone ist eine meiner liebsten Sommerobstsorten. So gerne ich sie auch einfach so esse, ein wenig Abwechslung ist auch gut, deshalb verarbeite ich sie auch ganz gerne in Smoothies. So wie in diesem, welcher perfekt für Sommertemperaturen ist.



Für 2 große Gläser:


1/2 Wassermelone (etwa 800g ohne Schale)
eine kleine Handvoll Erdbeeren/Himbeeren
Saft von einer Zitrone (2 Zitronen für die, die es gern sauer mögen)
Eiswürfel nach Belieben
nach Belieben Datteln oder Agavendicksaft zum Süßen

Das Obst mit dem Zitronensaft in den Mixer geben und pürieren, bis keine Stückchen mehr drin sind. Eiswürfel hinzugeben und nochmal durchmixen.
Auf 2 Gläser verteilen und ggfs. mit Zitronenscheiben oder frischen Beeren dekorieren.

Tipp:

Wenn man die Wassermelone vorher kurz einfriert, wird aus dem Smoothie eine Art Slushie, welcher natürlich noch mehr erfrischt.

Süße Spiegeleier (Hefeteilchen mit Obst)

Während in Deutschland der Hefezopf traditionell zu Ostern dazugehört, gibt es in Luxemburg meines Wissens nach kein Gebäck was spezifisch an Ostern gebacken wird. Es werden dafür Unmassen an Ostereiern verzehrt, was natürlich weder gesund noch vegan ist. Die einzigen Eier die bei mir ins Haus kommen sind jedoch entweder aus Plastik oder kommen in Gebäckform.

Diese süßen Hefeteilchen mit Pudding und Obst erinnern optisch zumindest etwas an Spiegeleier, geschmacklich haben beide natürlich nichts gemein. Meine Teilchen sind etwas gross geraten, da ich nur 6 statt 8 Pfirsichhälften im Glas hatte (hätte ich das Abtropfgewicht mal genauer gelesen...), beschwert hat sich trotzdem niemand. ;)

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Für 8 Stück:


Für den Teig:

400g Mehl
70g + 1TL Zucker
1 Prise Salz
200ml Wasser, handwarm
15g frische Hefe
50g geschmolzene Margarine

Den Zucker und die Hefe im Wasser auflösen und kurz stehen lassen.
In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen. Das Wasser und die Margarine untermischen und ein paar Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten (evt. mehr Wasser oder Mehl zugeben). Abdecken und 30-60 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen.

Außerdem:

1 Tüte Puddingpulver
Sojamilch
Zucker
8 Pfirsichhälften (ca. 400g Abtropfgewicht)
1 Päckchen Tortenguss

Den Pudding mit der Sojamilch und dem Zucker nach Packungsanleitung zubereiten, jedoch mit 10% weniger Flüssigkeit wie angegeben. Den Pudding in eine Schüssel geben und sofort Frischhaltefolie auf den Pudding legen (verhindert, dass sich eine Haut bildet). Den Pudding abkühlen lassen, während der Teig aufgeht, entweder im Kühlschrank oder auf dem Balkon wie bei mir. Der Pudding wird nicht ganz gebraucht werden, aber für den Rest wird sich sicher schnell ein Abnehmer finden lassen. ;)
Die Pfirsiche abtropfen lassen (Saft auffangen!) und beiseite stellen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Teig noch mal kurz durchkneten und in 8 Stücke aufteilen. Jedes Stück mit der Hand oder dem Nudelholz rund ausrollen. Die Stücke sollten etwa 2cm dick und 10cm gross sein. Am besten jetzt schon die Teigstücke auf das Backpapier/-blech setzen, dann spart man sich später etwaige Sauerei. Mit einem Glasboden oder einfach mit den Fingern nun mittig eine Mulde in den Teig drücken, die etwas grösser als die Pfirsiche ist. In jede Mulde 1-2 Löffel Pudding geben. Darauf nun jeweils eine Pfirsichhälfte geben und diese leicht in den Pudding drücken. Es macht nichts, wenn sich der Pudding unter den Pfirsichen rausdrückt, solange er nicht über den Rand des Teiges läuft.

Auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben und etwa 25 Minuten backen, bis der Rand leicht gebräunt ist. Auf einem Tortengitter auskühlen lassen.

Mit dem aufgefangenen Saft (oder Wasser) den Tortenguss nach Anleitung zubereiten und über dem Obst & Pudding verteilen. Diesen nun noch ungeduldig steif werden lassen und dann darf zugeschlagen werden!

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Verwurelter (luxemburgisches Faschingsgebäck)

Helau & Alaaf!

Dieses Wochenende bildet in Luxemburg der Höhepunkt der fünften Jahreszeit, denn es ist das Wochenende an dem die meisten Strassenumzüge stattfinden. Und die Weiberfastnacht am fetten Donnerstag bildet quasi den Anfang dieses Wochenendes.

Traditionell gibt es in Luxemburg in der Faschingszeit Verwurelter, eine luxemburgisches Faschingsgebäck. Dies ist ein süsser Hefeteig, aus dem kleine Knoten geformt werden, welche dann frittiert werden. "Verwurelt" bedeutet in etwa verknotet, deshalb heissen die Dinger so.

Verwurelter brauchen etwas Zeit, da der Teig aufgehen muss, aber auch weil man eben nur immer ein paar gleichzeitig frittieren kann. Deshalb backen die meisten gleich die mehrfache Menge, damit es sich lohnt einen halben Tag in der Küche zu stehen.


Für etwa 50 Verwurelter:


500g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe (20g)
150ml + 75-100ml Pflanzenmilch
50g Margarine, geschmolzen
60g + 1EL Zucker
1 Prise Salz

Das Mehl in eine grosse Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte bilden.
150ml der Pflanzenmilch lauwarm erhitzen und 1EL Zucker und die Hefe darin auflösen. In die Mulde geben und mit ein wenig Mehl einen kleinen Vorteig bilden. Diesen etwa 10 Minuten ein erstes Mal aufgehen lassen.
Den Rest der Pflanzenmilch und des Zuckers zusammen mit der Margarine und dem Salz in die Schüssel geben und alles zu einem festen Teig verkneten. Der Teig sollte eine feste Kugel bilden, die nicht klebt. Zudecken und gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.


Den Teig nochmals kurz durchkneten und auf einer bemehlten Fläche auf eine Dicke von 1cm ausrollen. Den Teig in fingerdicke Streifen schneiden, die eine Länge von etwa 10-15cm haben (klappt am Besten mit einem Pizzaschneider).


Die einzelnen Streifen zu Knoten formen und auf eine bemehlte Oberfläche legen. Diese dürfen jetzt während das Fett erhitzt wird, gerne noch mal zugedeckt ein paar Minuten aufgehen lassen.

Die Knoten bei 180°C in der Fritteuse oder einem heissen Topf frittieren, bis sie eine dunkle Bräune erhalten haben, etwa 2-3 Minuten pro Seite. Darauf achten, dass die Teile im Topf schwimmen können und nicht aneinander kleben bleiben, also lieber nicht zu viele auf einmal miteinander frittieren. Aus der Fritteuse auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch heiss mit Puderzucker bestäuben.

Verwurelter schmecken am Besten frisch (und lauwarm), aber natürlich lassen sie sich auch am Tag vorher vorbereiten, auch wenn sie nach 24 Stunden etwas zäher werden.

24. Türchen: Zimtschnecken-Pancakes

Sowohl mit Zimtschnecken wie auch mit Pancakes kann man mich immer begeistern, und so war es nicht erstaunlich, dass mich die Kombi von beidem total begeistert. J. überraschte mich vor langer Zeit einmal mit diesen Pancakes morgens im Bett, ich glaube es war zu Valentinstag. Seitdem bin ich großer Fan von ihnen und sie sind auch ein perfektes Frühstück jetzt für die Weihnachtsfeiertage. Denn sie schmecken nicht nur lecker, die karamellisierte Zuckermischung, welche schön knusprig wird, gibt dem Ganzen noch einen extra Kick. Muss man einfach probiert haben. Sie schmecken übrigens auch toll, wenn sie nicht perfekt aussehen, also unbedingt rantrauen. ;)


Für 12 Pancakes:


Für die Füllung:


50g vegane Butter
60g (brauner) Zucker
1TL Zimt

Die Butter schmelzen. Zucker und Zimt unterrühren und in einen kleinen Gefrierbeutel geben (Zip-Lock eignet sich perfekt dazu). Die Mischung ein paar Minuten ruhen lassen, während ihr den Teig für die Pancakes vorbereitet. Ich lege die Mischung sogar meist für ein paar Minuten in den Tiefkühler. Die Mischung sollte so andicken, dass sie in etwa die Konsistenz von Zahnpasta erreicht.

Für den Teig:


250ml Sojamilch
1EL Apfelessig
2EL Öl
125g Mehl
1EL Stärke
1TL Backpulver
1/2TL Natron
1 Prise Salz

In einer kleinen Schüssel Milch und Essig verrühren und ein paar Minuten gerinnen lassen. Die trockenen Zutaten mischen, Milchmischung und Öl dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren.

Beim Gefrierbeutel mit der Zuckermischung eine Mini-Ecke abschneiden, nur so viel, dass ihr die Mischung geradeso rausdrücken könnt.

Die Pancakes bei mittlerer Hitze in einer Pfanne ausbraten. Kurz bevor ihr die Pancakes das erste Mal wenden würdet, mit dem Gefrierbeutel die Zuckermischung spiralförmig auf den Pancakes verteilen. Achtet darauf, dass ihr mindestens 1cm von Rand wegbleibt, sonst läuft die Mischung von Pancake runter (könnt ihr auf dem Foto bei dem Pancake oben sehen). Die Pancakes in einer schnellen Bewegung wenden und normal ausbraten.



Jedes Mal, nachdem ihr die Pancakes aus der Pfanne genommen habt, kurz mit einem Zewa die Zuckerreste aus der Pfanne entfernen (verbrennen sonst) und die nächsten Pancakes ausbraten. Sofort servieren und genießen. ;)

Und das war das letzte Rezept im diesjährigen Adventskalender. Ich wünsche euch wundervolle Weihnachtstage!

22. Türchen: Kokosmakronen

Bevor ich vegan wurde, aß ich öfter Kokosmakronen, jedoch nie selbstgemacht. Als ich dann vegan wurde, waren Kokosmakronen nie etwas was ich konkret vermisste, obwohl ich eigentlich froh damit war. Dann stolperte ich irgendwann in einem meiner Kochbücher über ein Rezept für vegane Kokosmakronen und seitdem mache ich sie wieder öfter und habe sie auch schon mehrfach verschenkt oder als kleines Mitbringsel mitgenommen, wenn ich eingeladen war.


Für 24 Kokosmakronen:

100g Sojajoghurt
50ml Öl
2EL pflanzliche Milch
100g Zucker
1 Packung Vanillezucker
½TL Backpulver
120g Mehl
120g Kokosraspel

Den Backofen auf 180°C vorheizen.
In einer Schüssel Joghurt, Öl, Milch, Zucker und Vanillezucker verrühren. Backpulver und Mehl vermischen und unter die Joghurt-Mischung rühren. Kokosflocken unterheben, bis eine klebrige Masse entsteht, die sich gerade so mit Löffeln formen lässt.
Mit zwei Kaffeelöffeln Häufchen auf ein mit Backbapier belegtes Backblech legen. Die Häufchen müssen nicht perfekt aussehen. Im Backofen 12-14 Minuten backen, bis die Makronen gerade anfangen leicht braun zu werden. Lieber nicht zu lange backen, auch wenn sie nicht gebräunt sind, sonst trocknen sie aus. Auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
Wer mag, kann die Makronen danach mit geschmolzener Schokolade dekorieren oder den Boden in Schokolade tunken. In einer luftdichten Dose halten sie sich kühl aufbewahrt locker 1 Woche, sie schmecken frisch gebacken jedoch am Besten.

20. Türchen: super süße Zimtschnecken

Ich liebe Zimtschnecken. So wie alles mit Zimt. "Zum Glück" bin ich meist zu faul um einen Hefeteig herzustellen der zweimal gehen muss, auch wenn das Resultat dies wert ist. Aber die Zimtschnecken sind nun mal alles andere als diätfreundlich, schon gar nicht wenn man der Einzige ist, der sie isst. ;)
Die Zimtschnecken dürften sich sicherlich auch einzeln oder als Blech (ohne Zuckerguss) einfrieren und wieder kurz aufbacken lassen, getestet habe ich dies allerdings noch nicht. Lasst es mich doch wissen, falls ihr es ausprobiert.


Für 1 Blech (etwa 24 kleine Schnecken):


Für den Teig: 


500g Mehl
75g + 1EL Zucker
250ml pflanzliche Milch, handwarm
100g vegane Butter, geschmolzen
½Würfel Hefe (20g)
1 Prise Salz
1 Prise Vanille

In einer kleinen Schüssel die Milch mit der Hefe und dem Löffel Zucker verrühren bis die Hefe aufgelöst ist und beiseite stellen bis die Hefe schäumt.
In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Salz, Vanille mischen. Butter und Milchmischung dazugeben und mit den Rührstäben des Handmixers (oder per Hand) zu einem geschmeidigen Teig vermischen. Ich mische meist alles mit dem Handmixer (jede mit langen Nägeln versteht mich ;) ) und knete ihn dann noch mal eine Minute per Hand. Den Teig in der Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Teig aus der Schüssel nehmen und nochmal kurz durchkneten bis die Luft raus ist. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck ausrollen. Falls der Teig sich schlecht ausrollen lässt, lasst ihn ein paar Minuten ruhen. Danach sollte es besser klappen.


Für die Füllung:


50g vegane Butter, geschmolzen
100g brauner Zucker
50g weißer Zucker
1½TL Zimt
100g Rosinen (optional)

Die geschmolzene Butter mit einem Pinsel oder Löffel aus dem Teigrechteck verteilen. Die beiden Sorten Zucker mit dem Zimt vermischen und über die Butter streuen. Die Rosinen darauf verteilen.
Den Teig nun von der langen Seite aus aufrollen. Die Rolle in 2-3cm dicke Stücke schneiden und diese in das eingefettete hohe Backblech legen. Das Blech mit einem Tuch abdecken und noch mal 30 Minuten gehen lassen.
Im vorgeheizten Backofen bei 190°C Ober-/Unterhitze 20 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und 10 Minuten auskühlen lassen.


Für den Zuckerguss:


150g Puderzucker
2-3EL Wasser

Zucker und Wasser zu einem dickflüssigen Zuckerguss verrühren. Lieber mit 2EL Wasser beginnen und dann tröpfchenweise dazugeben bis die richtige Konsistenz erreicht ist.
Den Guss nach den 10 Minuten Auskühlen über die Zimtschnecken geben und alles komplett auskühlen lassen.

Ich bin lieber etwas sparsamer mit dem Zuckerguss, da die Zimtschnecken an sich ja auch schon süß sind. Wer eine richtig dicke Gussschicht haben möchte, darf natürlich auch mehr Guss machen.

19. Türchen: gebrannte Mandeln

Gebrannte Nüsse, typischerweise Mandeln, gehören für mich genauso zum Weihnachtsmarkt wie Glühwein. Ich gehe an jedem Stand vorbei, denke mir zuerst "oh wie lecker!" und dann meistens "oh wie teuer!". Mittlerweile ist es mir wirklich zu schade 5-6€ für so ein Mini-Tütchen gebrannte Nüsse zu zahlen und so gab es sie in den letzten Jahren eher selten. Jetzt wo ich jedoch weiß, wie einfach sie selber zu machen sind, werde ich sie öfter machen und auch verschenken, denn die machen sich doch super in dem Tütchen oder?



Für 2 kleine Tütchen:


200g Mandeln
200g Zucker
100ml Wasser
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Zimt

Alles bis auf die Mandeln in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Mandeln dazugeben und unter Rühren weiterkochen. Die Zuckermischung wird zuerst dickflüssig, dann trocken und dann wieder in Richtung flüssig, genau jetzt wird es zu Karamell. Immer weiterrühren, bis alle Mandeln vom Karamell umhüllt sind und glänzen. Die Mandeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit 2 Gabeln auseinander verteilen. Auskühlen lassen und verpacken.

16. Türchen: Tëttelcher (Hefepfannkuchen)

In vielen europäischen Ländern hat man eine Art Pfannkuchen als Spezialität. Die Basis ist meist die Gleiche, ändern tun sich nur Details, z.B. die Sorte Mehl oder ob Backpulver oder Hefe benutzt wird.
In Luxemburg kennt man neben den großen Pfannkuchen auch kleine Hefepfannkuchen unter dem Namen Tëttelcher. Dazu wird ein dickflüssiger Hefeteig zubereitet, welcher dann in kleinen Portionen in der Pfanne ausgebacken wird, so wie man das von amerikanischen Pancakes kennt.

Bei meiner Oma und meiner Mutter gab es die Tëttelcher meist zum Mittagessen als Beilage zu einer Gemüsesuppe und sie wurden dann ordentlich in der Suppe ertränkt. ;) Man kann sie aber auch als Hauptspeise essen, denn sie sättigen sehr, dann je nach Geschmack noch mit Zucker oder Apfelmus o.ä. dazu.


Für 4-6 Personen als Beilage:


300g Mehl
30g Zucker
1 Prise Salz
½Würfel frische Hefe (20g)
400-500ml Sojamilch
3EL Öl

Die Sojamilch lauwarm erhitzen und die Hefe darin auflösen. Ein paar Minuten beiseite stellen, bis die Hefe anfängt zu schäumen.
In der Zwischenzeit Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Milch und Öl dazugeben und alles mit einem Holzlöffel zu einem dickflüssigen geschmeidigen Teig verrühren. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und 30-60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Teig nochmal verrühren und ggfs. verdünnen oder andicken. Der Teig sollte etwas dicker wie Pfannkuchenteig sein, also zähflüssig vom Löffel tropfen.
Bei mittlerer Hitze mit wenig Öl in der Pfanne ausbraten und sofort servieren.

Tipp:

Lieber zu Beginn mit weniger Sojamilch beginnen und dann ggfs. nach dem Aufgehen nochmal welche zum Verdünnen hinzugeben.

13. Türchen: Vanillekipferl

Vanillekipferl sind eine Sorte Kekse, die es bei mir jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit geben muss. Knusprig, aber immer noch schön mürbe, jeder mag sie - einfach perfekt. Und liegen auch viel schneller auf dem Blech als wenn man Ausstechkekse machen würde, was übrigens immer meine persönliche Geduldsprobe ist. Ich hasse Keksteig ausrollen, ausstechen, ausrollen, ausstechen... Ich mag Kekse die sich einfach formen lassen, und wenn man noch ein zweites Paar Hände hat, das einem hilft, geht es noch schneller.

Das Rezept stammt übrigens aus Vegan X-mas*, einem meiner Lieblingsbücher und vielleicht noch eine Geschenkidee für Weihnachten.


Für ca. 2 Backbleche:


200g Mehl
100g geschälte und gemahlene Mandeln
90g Zucker
½TL gemahlene Vanille
3EL pflanzliche Milch
140g vegane Butter
Puderzucker

In einer großen Schüssel Mehl, Mandeln, Zucker und Vanille mischen. Milch und Butter dazugeben und zügig unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1-2 Stunden kalt stellen.
Den Teig portionsweise zu Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Jedes Blech 10-12 Minuten backen. Die Vanillekipferl sind fertig, wenn der Teig sich gerade so goldgelb färbt. Die Kekse sofort vom Blech auf ein Kuchengitter legen und noch heiß mit Puderzucker bestreuen.

Theoretisch halten sich die Kipferl ein paar Wochen in einer Blech-Keksdose.
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10. Türchen: heiße Schokolade (mit richtiger Schokolade)

Ich trinke abends ganz gerne heiße Schokolade (resp. Kakao), insbesondere jetzt im Winter wenn es kalt ist. Dies sieht bei mir aber meist so aus: Tasse Milch in die Mikrowelle, fertigen Trinkkakao dazu (Caotina ist mein Favorit), fertig.

Bei dieser heißen Schokolade werden bei mir beim ersten Schluck Kindheitserinnerungen wach. Meine Oma und meine Großtante hatten im Winter die Gewohnheit abends heiße Schokolade zu trinken. Und bei meiner Oma gab es keinen fertigen Trinkkakao (sie bezeichnete solche Dinge gerne als "Dreck" :) ), sondern Zartbitterschokolade, welche auch nur zu diesem Zweck von ihr gekauft wurde. Nicht jeder von uns Enkeln mochte diese Version, denn wir waren die Generation, die mit Nesquik aufgewachsen ist. Mich konnte man aber immer dafür begeistern (lag vielleicht auch an der Extraportion Oma-Liebe).

Während heißer Kakao natürlich auch lecker ist, ist eine richtige heiße Schokolade eine ganz andere Kategorie und wer noch nie eine solche getrunken hat, sollte dies auf jeden Fall ganz schnell nachholen.


Pro Person:


250ml Sojamilch
25g Zartbitterschokolade
1-2EL Zucker
1 Prise Vanille
1 Prise Zimt

Die Milch in einem kleinen Topf erhitzen bis sie heiß ist, aber noch nicht kocht. Schokolade, Zucker und Gewürze dazugeben und umrühren bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Milch kurz aufkochen lassen und in einen Topf geben.

Wer mag, kann jetzt natürlich noch Sahne, Kakaopulver, Zimt o.ä. auf den Kakao geben, mir ist das für mich alleine zuviel Aufwand.

9. Türchen: Apfel-Walnuss-Muffins

Apfel & Zimt - für mich eine der besten Kombinationen überhaupt. Wird deshalb bei mir auch das ganze Jahr über gegessen, auch wenn die Kombi perfekt in den Winter passt. Und wenn dann noch die ganze Wohnung danach riecht (z.B. nachdem man diese Muffins gebacken hat), dann kann man auch schon mal Weihnachtsmusik anmachen und es sich mit einem Muffin und einer Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich machen. ;)


Für 12 Muffins:


150g Vollkornmehl
100g Weißmehl
100g Zucker
2TL Backpulver
1TL Zimt
1 Prise Salz
1 Prise gem. Vanille
125g pflanzlicher Joghurt
125ml pflanzliche Milch
125ml Öl
1 großer Apfel, geschält und fein gewürfelt
50g Walnüsse, grob gehackt

Den Backofen auf 180°C Ober-&Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Papierformen auslegen (alternativ Silikonförmchen benutzen).
Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen. Joghurt, Öl und Milch dazugeben und untermischen. Der Teig soll eine festere Konsistenz haben. Die Apfelstückchen und Walnüsse unterheben und auf die Muffinform verteilen.
25 Minuten backen (Zahnstochertest). Die Muffins ein paar Minuten in der Muffinform ausdampfen lassen, dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
Nach Belieben mit Puderzucker oder Zuckerguss dekorieren oder einfach so essen.


Tipp:


Ich habe Vollkornmehl und etwas weniger Zucker verwendet, um sie etwas gesünder zu halten. Natürlich lassen sich die Muffins auch mit nur Weißmehl backen und richtige Süßmäuler können auch etwas mehr Zucker verwenden (ggfs. auch ein klein wenig mehr Milch hinzugeben).

7. Türchen: ultra-schokoladiger Tassenkuchen

Manchmal überkommt einen diese unfassbare Lust auf was Süßes, die am Besten von jetzt auch gleich gestillt werden möchte. Und meistens hat man gerade dann nichts im Haus, was einem zusagt oder schnell fertig ist.
In solchen Fällen greife ich oft auf Tassenkuchen aus der Mikrowelle zurück. Super schnell zubereitet erhält man die perfekte Portion und macht nur Tasse und Löffel schmutzig.
Ein Kuchen aus der Mikrowelle hat zwar eine leicht weichere Konsistenz wie ein Kuchen aus dem Ofen. Dafür ist er aber auch in unter 5 Minuten fertig und bleibt schön saftig.


Für 1 Tassenkuchen:


2EL Mehl
2EL Zucker
½EL Kakao
1EL Schokoladendrops
1 Prise Backpulver
1 Prise Salz
1EL Öl
3EL pflanzliche Milch

Die trockenen Zutaten in einer mikrowellenfesten Tasse oder Glas (mind. 250ml Fassungsvermögen) vermischen. Öl und Milch unterrühren.
Je nach Mikrowellenpower 40-60 Sekunden backen. Lieber etwas kürzer backen, kontrollieren und jeweils 10 Sekunden verlängern. Fertig ist er wenn er in der Mitte gerade noch etwas feucht glänzt, notfalls könnt ihr aber auch mit einem Zahnstocher testen ob er durch ist.

6. Türchen: die perfekten Pancakes

Pancakes sind doch das perfekte Sonntagsfrühstück, oder? So ein kleiner Berg fluffige Pancakes, Ahornsirup der von allen Seiten runterläuft, eventuell mit einem kleinen Stück veganer Butter obendrauf, ach ich krieg Hunger.

Obwohl Pancakes in vegan super einfach sind, höre ich ganz oft wie Pancakes denn ohne Eier möglich sind. Deshalb gibt es hier jetzt mein Basis-Rezept für Pancakes.


Für 12 Pancakes:


125g Mehl
1EL Zucker
1EL Speisestärke
1TL Backpulver
½TL Natron
1 Prise Salz
250ml Sojamilch
1EL Zitronensaft oder Apfelessig
2EL Öl

Die Sojamilch mit dem Zitronensaft in einer kleinen Schüssel verrühren und 5 Minuten beiseite stellen. Die Sojamilch gerinnt nun, also bitte nicht erschrecken, muss so sein.
Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen. Die Sojamilchmischung und das Öl zur Trockenmischung geben und glatt rühren.
Portionsweise bei mittlerer Hitze ausbacken und servieren.

Tipps:


  • Die Pancakes gelingen am Besten mit Sojamilch, da nur diese mit dem Zitronensaft gerinnt.
  • Die Pancakes nicht zu heiß ausbacken, damit der Teig in der Pfanne kurz Zeit hat um aufzugehen. Nur so bekommt man perfekt fluffige Pancakes.
  • Die Trockenmischung lässt sich auch super in einem schönen Glas oder in einer Cellophantüte verschenken.

3. Türchen: Kuchen im Glas

Ich liebe es zu backen. Und ich liebe es auch das Gebackene dann zu essen. Das Problem: man bäckt nicht nur einen Cupcake oder zwei Scheiben Kuchen. Und wenn dort ein ganzer Kuchen steht, der sich nun auch nicht wochenlang hält, dann esse ich eben auch gerne mal mehr wie ein Stück am Tag.

Deshalb habe ich schon lange mit den Kuchen im Glas geliebäugelt, denn dieser Kuchen hält sich ungekühlt wochenlang, wenn nicht monatelang. Genau deswegen war er auch perfekt als Füllung für den Adventskalender. So ein Glas lässt sich auch super mit zur Arbeit / Uni nehmen.


Für 6 Gläser à 230ml:


200ml Sojamilch
1EL Apfelessig
200g Mehl
160g Zucker
1½TL Backpulver
½TL Natron
1 Prise gem. Vanille
1 Prise Salz
80ml Öl
100g Schoko-Chunks (optional)

Den Backofen auf 180°C Ober- / Unterhitze vorheizen.
Die Sojamilch mit dem Essig verrühren und ein paar Minuten zur Seite stellen bis diese gerinnt.
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Sojamilchmischung und das Öl unterrühren bis ein glatter Teig entsteht, kleine Klümpchen sind ok.
Den Teig vorsichtig auf die 6 Gläser aufteilen und ohne Deckel 20-22 Minuten backen (Zahnstochertest machen).
Die Gläser sofort nach dem Herausnehmen aus dem Backofen mit dem Deckel zuschrauben und komplett auskühlen lassen.

Tipps:


  • Aus dem Vanillekuchen wird ganz schnell ein Schokokuchen, wenn man 30g des Mehls durch Kakao ersetzt.
  • Darauf achten, dass der Schraubverschluss vor dem Backen sauber ist, sonst kann es sein, dass die Gläser nicht richtig Vakuum ziehen.
  • Die Gläser maximal zur Hälfte mit Teig füllen, damit sie sich auch nach dem Backen noch zuschrauben lassen. Notfalls vor dem Zuschrauben abschneiden, damit der Kuchen nicht gegen den Deckel drückt.
  • Wer die Kuchen später aus den Gläsern stürzen will, kann diese vor dem Backen einfetten. Dazu müssen die Gläser aber auch gerade sein und sich nicht nach oben verjüngen.
  • Beim Öffnen darauf achten, dass das Glas hörbar ploppt, sonst hatte das Glas leider kein Vakuum und der Kuchen ist für die Tonne.

Schnelle Zwetschgenknödel

Zwetschgen, Zwetschken, Quetschen - je nachdem wo man wohnt, heißen sie anders, aber einig ist man sich bei einem: sie sind lecker!
Während in Luxemburg Zwetschgen traditionell meistens zu Marmelade Quetschekraut (Marmelade) oder Quetschentaart (Hefekuchen) verarbeitet werden, muss ich mindestens einmal pro Saison Quetscheknödel haben. Meine Schwester hat ein simples Rezept veganisiert, und was soll ich sagen - es war sehr lecker! Selbst mein Schwager, der eigentlich keine Zwetschgenknödel mag, hat ordentlich reingeschlagen.
Wir haben sie zu Mittag gegessen, aber wenn man zu mehr ist, kann man sie sicherlich auch "nur" zum Nachtisch essen. ;)

Für ca. 20 Zwetschgenknödel:

500g Mehl
1 gestr. EL Sojamehl (kann notfalls weggelassen werden)
1 Prise Salz
20g weiche vegane Butter
300ml pflanzliche Milch

20 Zwetschgen
20 Stücke Würfelzucker (die kleinen Würfel)

Mehl, Sojamehl und Salz vermischen. Butter und Milch untermischen und alles zu einem festen geschmeidigen Teig vermischen (eventuell mehr Mehl oder Milch nehmen).
Die Zwetschgen anschneiden (nicht durchschneiden!), entsteinen und mit jeweils 1 Würfelzucker füllen. Den Teig esslöffelweise um die Zwetschgen wickeln und darauf achten, dass der Teig überall geschlossen ist, damit die Knödel beim Kochen nicht aufplatzen.


Einen Topf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Knödel etwa 10 Minuten darin sieden lassen.
Die Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und mit Zimtzucker und/oder in Butter gebräunten Semmelbröseln servieren.


Seid ihr auch Zwetschgenknödel-Fans? Habt ihr ein festes Rezept, eventuell sogar ein altes Familienrezept?

Hugo-Cupcakes

Der Hugo. Jeder kennt ihn und ich habe oft das Gefühl jede Frau liebt ihn. So auch meine Schwester. Deshalb gab es zu ihrem Geburtstag gestern Hugo Cupcakes und sie waren ein großer Erfolg. Perfekt also für den nächsten Mädelsabend.

Hugo Cupcakes vegan
Für 15 Cupcakes benötigt ihr:

Für den Teig:

250g Mehl
1TL Backpulver
1/4TL Natron
1 Prise Salz
100ml Sojamilch
1TL Apfelessig
80g vegane Butter
150g Zucker
200ml Sekt
1TL frische Minze, fein gehackt
Abrieb von 1 unbehandelten Limette
Den Backofen auf 180°C vorheizen und 2 Muffinbackbleche mit 15 Papierförmchen auslegen.
Mehl, Backpulver, Natron und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen.
Die Sojamilch mit dem Essig verrühren und beiseite stellen.
In einer großen Schüssel die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Minze, Limettenabrieb und 2EL Holunderblütensirup unterrühren. Sekt zur Milchmischung geben. Die Milchmischung und das Mehl abwechselnd unter die Buttermischung rühren.
Die Muffinförmchen jeweils zu 2/3 füllen und 15 Minuten backen (Zahnstochertest machen).
Die Cupcakes auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und jeden Cupcake mit 1TL Holunderblütensirup tränken.

Für das Topping:

1 Packung aufschlagbare Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
3EL Holunderblütensirup
2EL Limettensaft
evt. etwas Puderzucker
Die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen und die anderen Zutaten untermischen.

Außerdem als Deko:

15 Minzblätter
1 Limette
Strohhalme (passend kürzen)
Die Sahne auf die Cupcakes aufspritzen. Die Limette in Scheiben schneiden und diese nochmals halbieren oder vierteln. Jeden Cupcake mit einem Minzblatt, einem Limettenstück und einem Strohhalm dekorieren.

Hugo Cupcake vegan
Wer mag, kann natürlich auch eine traditionelle Buttercreme aus veganer Butter und Puderzucker zubereiten und dann die restlichen Zutaten fürs Topping untermischen, uns schmeckt das leichtere Sahnetopping jedoch besser.

Schwarzwälder Kirsch Cupcakes

Während im Rheinland der Fasching einen sehr hohen Stellenwert hat und quasi jeder ein Jeck ist, wird in Luxemburg meist nur ein Wochenende gefeiert, und auch da begrenzt sich das Feiern auf ein paar Umzüge im Land. Da ich ja nun sehr grenznah zu Deutschland wohne, und meine Schwester in der Eifel wohnt, kenne ich beide Seiten des Faschings. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal in Dorf meiner Schwester bei der Altweiber-Tradition mitgemacht (die Frauen des Dorfs gehen von Haus zu Haus und bekommen dort überall etwas zu trinken) und ehm ja, eine interessante Tradition. :D
Abends essen die Frauen zusammen (wie man in einem Bauerndorf erwarten kann, vor allem Fleisch mit ein wenig Brot). Meine Schwester machte dafür einen veganen Nudelsalat und ich diese Cupcakes, die sehr gut ankamen (bei denen, die Appetit darauf hatten ;) ).

Als Basis für den Cupcake nahm ich den Schokoladen-Cupcake aus dem Buch Ms.Cupcake (wie passend), für mich einfach das perfekte Rezept (etwas angepasst).



Für 12 simple, aber Eindruck schindende Schwarzwälder Kirsch Cupcakes braucht ihr:

200ml Sojamilch
1,5EL (20ml) Apfelessig
170g Mehl
30g Kakao
150g Zucker
1 Prise Salz
1TL Backpulver
1/4TL Natron
1 Prise gemahlene Vanille (oder 1TL Vanille-Extrakt)
80ml Öl

Den Backofen auf 180°C vorheizen und 12 Muffinförmchen vorbereiten. Ich verwende Papierförmchen in einem Muffinblech, damit die Muffins die Form behalten.
Die Milch mit dem Essig vermischen und ein paar Minuten stehen lassen.
Die trockenen Zutaten gut mischen. Die nassen Zutaten hinzufügen und alles schnell vermischen. Die Betonung liegt auf schnell, zu langes Umrühren sorgt bei veganem Teig dazu, dass er zäh wird. Ein paar kleine Klümpchen sind ok.
Den Teig auf das Muffinblech aufteilen, das Blech ein paar Mal auf einer Oberfläche wie einem Tisch aufklopfen, damit die Luftblasen aufsteigen und platzen. In den Backofen schieben und 15 Minuten backen. Danach 10 Minuten im Blech abkühlen lassen, dann komplett auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

1 "kleines" Glas Kirschen, etwa 350g (Saft auffangen)
20g Zucker
10g Stärke
1EL Kirschwasser

Den Kirschsaft mit der Stärke verrühren, aufkochen und kurz eindicken lassen. Den Zucker, das Kirschwasser und die Kirschen einrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat und abkühlen lassen.

1 Packung aufschlagbare Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
je nach Sorte Sahne etwas Puderzucker

Die Sahne aufschlagen und ggfs. etwas nachsüßen.


Die abgekühlten Cupcakes mit einem Messer aushöhlen und das Loch mit den Kirschen füllen. Die Sahne mit einer großen Sterntülle aufspritzen, mit Schokoraspel und (kandierten) Kirschen dekorieren.

Falls ihr die Cupcakes nachgemacht habt, lasst es mich doch in den Kommentaren wissen!

Nachgemacht: Himbeer Tiramisu Cupcakes

Seit Ewigkeiten hatte ich dieses Rezept in meinen Lesezeichen, bin aber dennoch nie dazu gekommen diese nachzubacken. Letzte Woche hatte nun meine Schwester Geburtstag, so dass ich natürlich etwas backen musste. Da sie meine Cupcakes immer liebt, ihr Lieblingsdessert aber eigentlich Tiramisu ist, boten sich diese Cupcakes regelrecht an.

Das Original-Rezept findet ihr hier. Ich habe das Topping allerdings etwas abgewandelt.

Obwohl es im Rezept nicht danach ausschaut, sind diese Cupcakes recht schnell gemacht. In meinem Fall habe ich abends die Cupcakes und die Himbeersoße vorbereitet. Morgens habe ich dann die Amaretto-Mischungen und das Topping vorbereitet und die Cupcakes zusammengesetzt.

Himbeer-Tiramisu-Cupcakes
Für 12 Himbeer-Tiramisu-Cupcakes:

Für den Teig:

180g Mehl
200g Zucker (wer es nicht so süß mag, nimmt weniger)
1TL Natron
1 Prise Salz
180ml Pflanzenmilch
120ml Öl
2TL Vanilleextrakt
2EL Apfelessig

In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Natron und Salz vermischen. In einer separaten Schüssel Pflanzenmilch, Öl, Vanille und Essig vermischen. Unter die Mehlmischung geben und mit dem Schneebesen kurz vermischen bis die Zutaten geradeso homogen sind. Nicht zu viel rühren, sonst wird der Teig zäh.
Auf 12 Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C 16-18 Minuten backen (Zahnstochertest machen!).

Für die Himbeersoße:

150g Himbeeren (frisch oder TK)
100-150g Agavendicksaft oder Zucker (abhängig von der gewünschten Süße)
1TL Vanilleextrakt
1TL Zitronensaft
1 Prise Zimt
1 Prise Salz

Die Himbeeren mit dem Agavendicksaft in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Wenn die Himbeeren anfangen zu zerfallen, auf niedrige Hitze runterdrehen und die Himbeeren kochen lassen bis ein Soße entsteht. Dies dauert etwa 5 Minuten (ich habe zwischendurch immer wieder umgerührt und die Himbeeren leicht zerdrückt). Von der Hitze nehmen, die übrigen Zutaten unterrühren, abschmecken und ggfs. nachsüßen und im Kühlschrank abkühlen lassen.

Für das Frosting:

1 Packung aufschlagbare Sahne (250g)
1 Packung Sahnesteif
Puderzucker
1-2EL löslicher Kaffee
2EL Amaretto
2EL Wasser
1TL Vanilleextrakt

Die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen. Kurz vor dem Steifwerden der Sahne die gewünschte Menge Puderzucker unterrühren, ich hatte etwa 50g, dies hängt allerdings stark von der Sahne ab (die Alpro die ich verwende ist relativ unsüß).
Den Kaffee mit dem Amaretto, dem Wasser und der Vanille verrühren bis sich der Kaffee aufgelöst hat und unter die steife Sahne geben.

Zum Tränken der Cupcakes:

80ml Amaretto
1EL löslicher Kaffee

Vermischen bis sich der Kaffee ausfgelöst hat.

zusätzlich:

12 Himbeeren als Deko
geraspelte Schokolade


Zubereitung:

Die komplett ausgekühlten Cupcakes mit einem Teelöffel etwas aushöhlen. Das Ausgehöhlte darf vom Bäcker vernascht werden. ;)

Jeden Cupcake mit etwa 1TL der Amarettomischung tränken, dann das Loch mit etwa 1TL der Himbeersoße füllen. Auf jeden Cupcake 1EL geraspelte Schokolade geben. Das Frosting auf die Cupcakes spritzen und mit geraspelter Schokolade und den Himbeeren dekorieren.

Himbeer-Tiramisu-Cupcake

Das Rezept ist sicherlich nicht kalorienarm, allerdings macht man diese ja auch nicht jeden Tag. Die Kombination Himbeere-Tiramisugeschmack ist jedoch eine geniale Kombi und ich werde diese Cupcakes noch mal backen. Auch habe ich mich für ein Sahnetopping statt dem Buttercreme-Topping entschieden, da es so weniger Zucker braucht und es viel leichter schmeckt. Das typisch übersüße amerikanische Topping ist mir meistens zusätzlich zum süßen Cupcake einfach zuviel.
Es fand sie so auch jede(r) superlecker, sogar die die eigentlich keinen Kaffee mögen. ;)

die Dani