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KoBuCha-Pause - Grafiti Theaterfestival

Was ich Anfang des Monats begonnen hatte, muss ich nun leider für eine Woche pausieren. Die Kochbuch-Challenge sollte ja eigentlich im Februar stattfinden. Diese Woche kommt mir aber leider so einiges dazwischen, so dass ich die ausgefallene Woche dann nächste Woche nachholen werden, versprochen. :)

Wieso ich pausieren muss, ist eigentlich recht simpel. Die luxemburgische Tierrechtsgruppe Save Animals, bei der ich auch aktiv bin, hat die Möglichkeit beim Grafiti Theaterfestival (ein Event der Großregion, findet dieses Jahr in Luxemburg statt) sowohl einen Infostand als auch eine Snackbar aufzustellen, ohne irgendwelche Gebühren. D.h. jeder Cent den wir an dem Essen verdienen fließt direkt in die Kasse des Vereins.

Es werden jeden Tag etwa 100 Teilnehmer oder andere Leute aus dem Team da sein. Dazu werden jeden Tag 2-3 Theaterstücke für die Öffentlichkeit aufgeführt. Es wird also bestimmt ein reges Treiben herrschen - die perfekte Gelegenheit den Leuten den Veganismus näher zu bringen, sowohl durch Infos als auch durch leckeres Essen.

Von den 5 Tagen des Festivals werde ich 4 anwesend sein und auch jeweils Essen vorbereiten. Und da ich eben meine Zeit diese Woche lieber darin investiere, wird die KoBuCha für eine Woche pausieren, genauso wie mein Blog. Nach dem Wochenende werde ich dann berichten und wieder fleißig aus meinen Kochbüchern kochen und backen.

Bis dahin,
die Dani

Vegan Italian Brunch

Am letzten Samstag fand in Luxemburg-Stadt im Café Rocas der Vegan Brunch der luxemburgischen Tierrechtsgruppe Save Animals statt, dieses Mal unter dem Thema Italien.

Ich hatte dieses Mal auch wieder bei den Vorbereitungen geholfen, so dass ich mehrere Sachen gekocht oder gebacken hatte, z.B. Amaretti (Mandelkekse), Antipasti oder einen Pesto-Rucola-Nudelsalat. Im Großen und Ganzen gab es viel zu essen und vor allem auch mal richtig viel Auswahl an Essen die genau zum Thema passte, was leider nicht immer gelingt. So gab es beispielsweise ebenfalls Lasagne, Risotto, Panzerotti, Arancini, Focaccia, Panne all'arrabbiata, Gnocchi, Tiramisu, und vieles mehr.

Tomate-Mozzar(is)ella

Der Brunch beginnt um 11 Uhr und bereits kurz vor 11 stürmten die ersten Leute herein. Bereits etwa 10 nach 11 war der Raum so gefüllt, dass man Schwierigkeiten hatte sich zu bewegen. Dies führte dazu, dass gegen 13 Uhr das ganze Essen komplett weg war. Und obwohl es sehr viel Stress war, so freuen wir uns natürlich über den Menschenandrang und dass es den Leuten sehr gut geschmeckt hat. :)

Dieser Brunch findet normalerweise einmal im Monat statt, im Café Rocas in der Rue des Capucins. Parkmöglichkeiten bieten der Glacis (gratis, jedoch etwa 5 Gehminuten entfernt) oder das Parkhaus Théâtre (sehr nah, jedoch kostenpflichtig, mit gewohnt hohen Preisen). Ausnahmen gibt es beispielsweise im September (da organisiert Save Animals die Tierrechtskonferenz IARC in Esch/Alzette) oder in den zwei Monaten, in denen die Vegan Society Luxemburg ihre Brunchs organisiert.

Ich empfehle also jedem, der einmal in der Gegend ist, bei uns vorbei zu schauen und sich den Bauch vollzuschlagen. Infos gibt es auf der Facebookseite von Save Animals oder der Internetseite des Brunches.

Fotos diesen Brunches kann man hier anschauen. Fotos der vergangenen Brunchs (oder anderen Aktionen) finden sich ebenfalls auf der Facebook- oder Internetseite von Save Animals.

die Dani

IARC 2013 @ Luxembourg

Bereits zum dritten Mal findet dieses Jahr in der KuFa in Esch/Alzette (Luxemburg) die International Animal Rights Conference statt, vom 12. - 15. September 2013.
Auf der Konferenz werden Vorträge, Workshops und Diskussionen angeboten, zusätzlich gibt es auch immer mehrere Informationsstände, eine Kunstausstellung, ein Konzert und meist auch eine Demo. Alles in Verbindung mit Tierrechten, Veganismus, Menschenrechten, usw. Während der ganzen Konferenz wird zusätzlich veganes Essen angeboten.

Vor ein paar Tagen wurden die ersten (internationalen) Speaker veröffentlicht, darunter wieder sehr berühmte Namen der Tierrechtsszene, u.a. Steve Best, Anthony Marr, Chris DeRose. Auch dieses Jahr verspricht das Angebot also interessant zu werden. ;) Für die vorläufige Liste an Speakern, klickt hier.

Seit Anfang des Jahres kann man sich auch bereits registrieren, je früher man dies tut, umso günstiger der Preis. Zudem sind die Tickets aus Platzgründen auf 400 begrenzt, also besser früh genug registrieren. Hier findet ihr weitere Infos zur Registrierung und den Preisen.

Weitere Infos zur Konferenz könnt ihr hier finden: http://www.ar-conference.com/.

Ich würde mich jedenfalls freuen, euch dort zu sehen, ich werde nämlich dieses Jahr nicht nur auf der Konferenz selbst helfen, sondern auch schon bei der Organisation (die schon in vollem Gange ist). :)

die Dani

International Animal Rights Conference 2012 & bevorstehender Restaurant-Besuch

Zum zweiten Mal findet dieses Jahr in der Kulturfabrik (passenderweise ein ehemaliges Schlachthaus ^^) in Esch/Alzette die Tierrechtskonferenz statt. Das Programm kann man sich hier anschauen. Es werden Vorträge, Seminare, Workshops, Diskussionsrunden uvm. geboten, mit vielen bekannten internationalen Sprechern. Die Konferenz wird von der luxemburgischen Tierrechtsorganisation Save Animals asbl organisiert.

Letztes Jahr hab ich zwar auch von der Konferenz gehört, jedoch war mir das als Frischveganer noch zuviel des Guten. ^^ Ich wollte es einfach langsam angehen lassen, und hatte irgendwie auch die Befürchtung dass man mich komisch beäugen oder ansprechen könnte wegen meiner kurzen veganen Zeit oder weil ich mein Leben eben noch nicht komplett veganisiert hatte. (Ich finde übrigens auch heute immer noch Produkte die ich bis dahin unvegan benutzte, mir jedoch nie gedacht hätte, dass es unvegan sein könnte.) Mittlerweile weiß ich natürlich, wie doof das klingt, denn gerade die vegane Szene in Luxemburg (u.a. auch da sie so klein ist) würde nie jemanden doof anmachen "weil er erst 1 Monat vegan lebt".

Dieses Jahr soll also alles anders werden. So wie ich Save Animals bereits manchmal bei den Brunchs mit etwas kochen/backen unterstütze, so werde ich das auch auf der Konferenz. So wird man mich immer mal wieder hinter den Kulissen oder hinter Verkaufsständen finden um zu spülen, kochen, putzen, Essen verkaufen, Fragen beantworten, was auch immer so anfällt. :) Zwischen den zugeteilten Aufgaben werde ich aber auch immer mal kleine Pausen haben, in denen ich mir Vorträge anhören kann, und ich muss sagen, ich bin schon sehr gespannt. :)

Spontan kann man sich glaube ich nicht mehr für Vorträge anmelden, jedoch zumindest die Infostände sind auch der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem werden Freitags und Samstags Abends Konzerte mit Essen in einer Bar organisiert, die ebenfalls spontan besucht werden können. *klick* und *klick*


Am Samstag werde ich bei der Konferenz leider nicht anwesend sein können, da ein Familienessen ansteht. Dazu werden wir in ein uns unbekanntes (anscheinend gehobenes) Restaurant eingeladen. Uns wurde von der Familie gesagt, dass sie mit dem Restaurant telefoniert hätten und die uns etwas veganes zaubern würden, jedoch werde ich sehr skeptisch bleiben bis ich die Teller vor mir sehe und den Kellner wahrscheinlich mit meinen 20 Nachfragen, ob es auch wirklich vegan ist, nerven. Ich bin gespannt. :)

Mit all dieser Spannung gehe ich jetzt ins Bett und wünsche euch eine gute Nacht.

die Dani

Mein Weg zum Veganismus

Seit ich denken kann, sind Tiere in meinem Leben und auch ein notwendiger Bestandteil meines Wohlbefindens. Ich brauche einfach immer Tiere um mich herum, denn Tiere waren für mich schon immer mehr wie nur eine Beschäftigung. Ich liebte und liebe es immer noch ihren Charakter und auch ihre Ticks kennenzulernen. Insbesondere bei Katzen (mit denen ich aufgewachsen bin) mag ich ihre Unabhängigkeit vom Menschen und ich empfinde es als eins der größten Geschenke von einem Tier sein Vertrauen zu erhalten. Und obwohl ich mich als Tierfreund bezeichnete und z.B. auch Katzen von Hand aufzog, so hatte es dennoch bei mir noch nicht *klick* gemacht, so dass ich, wie die Mehrheit der Menschen, unterschied zwischen Haustier und Nutztier. Denn wie die meisten Menschen liebte ich meine Haustiere von ganzem Herzen, aß jedoch andere Tiere täglich ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden.

Dies änderte sich Anfang 2011. Januar 2011 adoptierten mein Freund und ich 2 Zwergkaninchen. Anders als bei meinen anderen Haustieren (u.a. Hamster und Farbmäuse) wollte ich mich jedoch nicht mehr auf die Aussagen der Verkäufer in den Tierhandlungen oder der Autoren ("Experten") von Büchern verlassen, sondern von Anfang an alles richtig machen. Also informierte ich mich online und stieß auf die Seite sweetrabbits. Dort erfuhr ich alles über möglichst artgerechte Haltung von Zwergkaninchen. So kam es, dass unser Wohnzimmer radikal umgestellt wurde um ein großes Gehege für unsere beiden zu erschaffen. Sie sollten ständigen Auslauf haben und kein Käfigleben führen. Obwohl meine beiden überhaupt keine Kuschelkaninchen sind, macht es mir so viel Freude sie zu beobachten. Und mit ihnen kam langsam das Umdenken.

Nachdem ich schon mehrere Wochen in Buchhandlungen um das Buch Anständig essen von Karen Duve herumscharwenzelt war, kaufte ich es mir endlich und fing an es zu lesen. In diesem Buch berichtet Duve von ihren eigenen Erfahrungen als sie unterschiedliche Ernährungsweisen jeweils während mehreren Monaten ausprobierte. Zuerst Fleisch aus Biohaltung, danach Vegetarismus, Veganismus und zum Schluss sogar Frutarismus. Dadurch dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, liest es sich meiner Meinung nach sehr angenehm und klingt nicht nach einem typischen "Fakten-Buch", obwohl immer mal wieder Fakten eingebaut werden. Dazu zählen Fakten die eigentlich jeder kennt, aber auch schockierende Dinge die mich manchmal dazu zwingen das Buch zu Seite zu legen, obwohl ich mich eigentlich nicht für empfindlich hielt. Und so wurde mein Fleischkonsum bereits während des Lesens weniger, hauptsächlich unbewusst. Nach dem Lesen stand fest, ich werde Vegetarier. Diese Entscheidung fiel mir leicht, vielleicht vor allem da Vegetarismus ja doch sehr akzeptiert in unserer Gesellschaft ist und doch jeder irgendwo schon mal mit Vegetariern zu tun hatte. Während dem Lesen des Buches hatte ich manche Sachen natürlich auch an meinen Freund weitererzählt (v.a. die Dinge die mich besonders schockiert hatten). Dies brachte ihn dazu das Buch ebenfalls zu lesen und er traf die gleiche Entscheidung wie ich, er wurde Vegetarier.

Nun fühlte ich mich besser. Für mich wurden schließlich keine Tiere mehr getötet. Dachte ich zumindest.

Mittlerweile hatte ich von diesem anderen Buch gehört, Tiere essen von Jonathan Safran Foer. Es galt als schockierend und teilweise als Skandal. Auch dieses Buch schaute ich mir ein paarmal in der Buchhandlung an ehe ich mich entschied es zu kaufen. Beim Kauf dachte ich mir "Du bist ja Vegetarier, du machst doch alles richtig, also kannst du ohne schlechtes Gewissen dieses Buch lesen".

Ich irrte mich.

Während ich die Lektüre von Anständig essen manchmal nur unterbrechen musste um mich auf andere Gedanken zu bringen, so wurde mir von der Lektüre von Tiere essen regelmäßig übel und brachte mich zum weinen. Foer hat an vielen Orten für sein Buch recherchiert, in Schlachthäusern, bei konventionellen und Bio-Bauern, in Tierfabriken, bei Vegetariern die Tiere züchten, bei Tierschützern die nachts in Tierfabriken einbrechen, usw., und all diese Erfahrungen beschreibt er in diesem Buch, zusätzlich geschmückt mit ganz vielen Fakten bezüglich der Tierhaltungen und -schlachtungen die einem wirklich den Appetit verderben (Bsp. "Fäkalsuppe") und einen teilweise fast sogar den Glauben in die Menschheit verlieren lässt. Bereits während der Lektüre des Buches wurde mir klar, dass der Veganismus die einzige Lösung für mich sein könnte, denn ich fand heraus, dass auch für die vegetarische Ernährung Tiere sterben und leiden (z.B. Milchkühe, die einmal jährlich geschwängert werden und denen ihr Kalb dann nach 9 Monaten Schwangerschaft innerhalb der ersten 24 Stunden weggenommen wird, oder die unzähligen männlichen Küken die geschreddert oder vergast werden da sie ja keine Eier legen können). Während ich als Vegetarier bereits auf Dinge wie Gelatine verzichtet hatte, so verging mir jetzt auch endgültig der Appetit auf Käse und Eier. Ich erinnere mich noch sehr genau an meine letzte Käse Mahlzeit, Baguette mit Tomaten mit Mozzarella überbacken. Ich ekelte mich bereits davor und hatte ein schrecklich schlechtes Gewissen, jedoch konnte ich ihn auch nicht wegschmeißen. Nun ja, am Tag darauf wurde unsere Küche veganisiert. Alles an unveganen Dingen wurde in einer Kiste gesammelt. Da ich es jedoch nicht wegschmeißen wollte (davon hat ja auch kein Tier mehr was), gab ich alles an meine Schwester weiter.
Wie bereits bei Anständig essen lies mein Freund ebenfalls dieses Buch und entschloss sich zu meiner Freude zu dem gleichen Schritt wie ich, er wurde ebenfalls zum Veganer (und nein, ich habe ihn nicht dazu gezwungen, auch wenn mir das von Kollegen oft vorgeworfen wird ^^).

Mittlerweile sind wir seit genau einem Jahr vegan und haben diesen Schritt nie bereut, auch wenn es nicht immer einfach war (und z.B. beim auswärts essen noch immer nicht ist). Wir haben andere luxemburger Veganer kennengelernt, wir haben gelernt "was wir noch alles essen können" ;) und können jetzt zu Recht zu unseren Wackelnasen und anderen Tieren sagen:

Nun kann ich euch in Frieden betrachten, denn ich esse euch nicht mehr. (Franz Kafka)

In diesem Sinne wünsche ich euch eine friedliche Nacht.

die Dani